vision. strategie. mobilisation.
15. November 2008
Letztes Wochenende hatten wir ein OM-Teamtreffen. Zwei Tage von Freitag Abend bis Sonntag Mittag ging es um OM-Österreich - Werte, Visionen, Ziele, etc. Natürlich durfte auch das gegenseitige Kennenlernen nicht fehlen. Und so fand ich es sehr spannend, die fünf Gemeindegründer /-bauer bei OM-Österreich einmal näher kennen zu lernen.
Dabei kam sehr viel Interessantes über die Strategien und Ziele von OM-Österreich in der Vergangenheit zum Vorschein. Wusstet ihr, dass es mal das Ziel gab, flächendeckend in Österreich Bibelkreise zu gründen, deren Einzugsbereich maximal ein 30km-Radius sein sollte. Hab das mal nachgerechnet. Das wären bloß rund 30 Bibelkreise gewesen. Rein statistisch schon lange erreicht.
Ein anderes Ziel waren Bibelkreise in jeder Stadt mit 5000 und mehr Einwohnern. Dieses Ziel wurde nie völlig erreicht. Interessanterweise ist das aber auch ein Ziel, dass ich selbst mir schon überlegt habe. Leider sind wir in Österreich auch heute von der Realisierung dieser Vision noch weit entfernt. Hier ein kleiner Überblick:
| Österreichische Bezirke: | 120 (allein Wien hat 23 Bezirke!) |
| Größe der Bezirke:: | 11.671 (Waidhofen an der Ybbs/ NÖ) bis 247.673 (Graz Stadt) |
| Anzahl der Städte mit Einwohner < 5000: | 247 (jeder Wiener Bezirk als Stadt gezählt!) |
| Anzahl evangelikaler Gemeinden: | 56 (FCGOE) + 19 (Baptisten) + 6 (MFOE) + 22 (Freie Gemeinden) + ? (Brüdergemeinden) = 103 + ? Gemeinden mit evangelikalem Schriftverständnis |
- Viele größere Städte wie z.B. Linz vereinen auf sich allein schon mehrere dieser Gemeinden / Bibelkreise (mind. 8).
- Die Größe dieser Bibelkreise / Gemeinde liegt irgendwo rund um 50 Personen, wenn das mal nicht schon teilweise zu hoch gegriffen ist.
Es braucht für Österreich somit eine österreichweite Gemeindegründungs-Vision, die alle vorhandenen Bünde und Ressourcen mit einbezieht, damit in absehbarer Zeit das Land mit Gemeinden überzogen ist, die in der Lage sind, die Bevölkerung um sie herum mit dem Evangelium zu erreichen. Dann braucht es eine Strategie, die es ermöglicht, mehrere Initiativen gemeinde- und bündeübergreifend zu starten und in der auch schon auf die Herausforderungen im Bereich Leiterschaft, Lehre und Jüngerschaft eingegangen wird. Und schließlich braucht es eine Mobilisation der bestehenden Gemeinden für dieses Ziel. Ohne das wird nichts gehen.
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Als Quellen stehen zur Verfügung: Statistik Austria - Österreichisches Statistisches Bundesamt und die Homepages von FCGÖ, BEG-Ö, Mennoniten und Baptisten.
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