Peter um 19:50 Uhr

In den letzten Wochen habe ich das Markusevangelium ausgelegt. Dabei ist mir an sehr vielen Stellen und vor allem in Markus 2 aufgefallen, wie sehr Jesus das Denkschema der damaligen Menschen über den Haufen geworfen hat.

  • Er sprach Sündenvergebung zu, obwohl das nur Gott konnte / durfte.
  • Er heilte am Sabbat, obwohl das laut Tradition nicht erlaubt war.
  • Er brach die Erwartungen an einen “Messias”.
  • Er aß mit Menschen, die eigentlich am Rand oder schon außerhalb der Gesellschaft standen und kümmerte sich nicht um die Frommen.
  • Menschliche Regeln und Traditionen, die bei weitem über die Gebote Gottes hinaus gingen, hat Jesus nicht all zu wichtig genommen.

Oja, Jesus enttäuschte ständig die Erwartungen der frommen Juden. Und das brachte ihm richtig viel Ablehnung ein und ab Markus 3 sogar die Vorverurteilung und laufende Bemühungen, ihm eine Falle zu stellen und umzubringen. Warum? Weil “Denkschemen und Erwartungen brechen” auch ein Angriff auf die bestehenden Machtverhältnisse ist.

Nun, aber wie steht es eigentlich mit unserem Denkschema? Weiter lesen »

Peter um 13:44 Uhr

Wir leben in einer Krisenzeit heißt es, weil das Bankensystem fast kollabiert ist und viele Firmen und Arbeitsplätze gefährdet sind – Start der Krise: Herbst 2008. Aber mal ehrlich, ist die jetzige Zeit nicht eher nur eine neue und höhere Stufe derselben Überzeugungen, denen unsere Gesellschaft seit Jahr(-zehnt)en hinterherläuft?

Peter um 12:55 Uhr

In den Diskussionen so mancher christlicher Kreise kann man Aussagen hören, die von wirklichen Christen im Gegensatz zu den “unwirklichen” oder ehrlicher “unechten” Christen sprechen. Vielleicht auf diesem Hintergrund baut die scherzhafte Frage auf, die während meiner Bibelschulzeit immer wieder gestellt wurde: “Wird man als Mennonit geboren wir, oder muss man sich dafür entscheiden?”.

In den letzten Monaten habe ich einige Bibelarbeiten und Predigten vorbereiten dürfen und dabei bin ich auch mit diesem Thema in Berührung gekommen. Und ich möchte die etwas verletzende Bewertung von echten und falschen Christen an dieser Stelle gerne in eine andere Richtung lenken – nämlich zu der Frage, Christ oder Jünger. Basis für diese Gegenüberstellung soll Apg 11,26 sein. Weiter lesen »

Peter um 23:08 Uhr

Wiedergeborene Christen lieben es ja, von einem gnädigen und liebenden Gott zu sprechen, der sich der Menschen erbarmt und ihnen nachgeht. Wir gedenken gerade in der kommenden Woche daran, dass Gott Mensch wurde und dann sich von seinen Geschöpfen verspotten, foltern und hinrichten läßt. Aus Liebe zu eben diesen Menschen und um ihnen anschließend in Gnade Vergebung ihrer Sünden und seine Kindschaft anzubieten. Das ist gewaltig und sollte unser Leben prägen!

Aber ich möchte doch mal die Frage in den Raum werfen, Weiter lesen »

Ein großes Problem in vielen Gemeinden heute ist es, dass wir keine Ahnung mehr davon haben, was die Welt um uns herum eigentlich denkt. Und vielfach wollen wir es ja auch gar nicht wissen, weil wir uns auf Christus ausrichten sollen (Röm 12,2; Heb 12,1ff; etc.). Diese Einstellung erscheint zwar fromm und geistlich, aber sie führt uns immer weiter weg von den Menschen, die Gott erreichen will und macht uns dadurch in gewisser Weise unbrauchbar für ihn. Warum? Weiter lesen »

Vor ein paar Monaten habe ich dem ERF-Österreich ein Interview zu dem obigen Thema gegeben. Eigentlich hätte ich darüber vorher an drei Abenden an der Abendbibelschule von EBÖ in Linz unterrichten sollen, aber das fiel leider wegen Teilnehmermangel aus.

Um so mehr hat mich die Möglichkeit zu diesem Interview gefreut und dass es scheinbar für einige Leute hilfreich war. Auf jeden Fall habe ich schon positives Feedback bekommen. Aus diesem Grund nehme ich mir die Freiheit und verweise euch auf diesen ERF-Beitrag über Sekten und den Weg heraus bzw. noch besser gar nicht hinein. Und wenn ihr weitere Tipps bzw. Ergänzungen habt, dann schreibt doch einen Kommentar zu diesem Post.

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Peter um 20:38 Uhr

“… ist nur eine Frage der Perspektive” sagt mein Vater immer wieder. Will heißen: zwei Streithähne können beide jeweils für sich genommen Recht haben. Ach wie wunderschön harmonisch und postmodern. Nur was ist denn eigentlich Wahrheit, wenn jeder was anderes sagt und trotzdem alle Recht haben? Bei Wikipedia nachgeschaut erhält man folgende Antworten:…

Der Begriff Wahrheit bezeichnet im Allgemeinen die Übereinstimmung einer Aussage mit der Wirklichkeit. Es ist der deutsche Ausdruck für griech. Aletheia (lat. veritas) und wurde von den Griechen für das Aufdecken eines verborgenen oder versteckten Wissens bezeichnet.

Also ist Wahrheit letztlich zwar schon etwas Absolutes wenn man in die Vergangenheit schaut. Dass ich die letzte Nacht durchgemacht habe, um diesen Blog einigermaßen nach meinen Wünschen zu gestalten ist somit “Wahrheit” – im wahrsten Sinne dieses Wortes ;-).

Aber Wahrheit über die Zukunft erscheint nach dieser Definition als relativ, weil eine Zukunftsaussage nicht an der Wirklichkeit gemessen werden kann. Scheint logisch zu sein. Nur warum heißt es dann 2 Sätze weiter:

Ob es eine absolute Wahrheit gibt, ist umstritten.

Tja, dass ist also nun ein Problem! Also was ist absolut? Wikipedia sagt dazu:

Das Wort absolut (von lateinisch absolutus: „losgelöst“) wird in der Philosophie und den Naturwissenschaften im Sinne von „uneingeschränkt, rein“ verwendet, oder es bedeutet „vollkommen“ und manchmal auch „für sich allein“: Absolutes Sein, absoluter Nullpunkt, absolutes Vakuum, absolut schön und so weiter.

Somit ist also absolut alles das, was man nicht mehr toppen kann. Und dann stelle ich mir die Frage, warum die Herren Philospohen eigentlich ein Problem damit haben, wenn Jesus sagt:

Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich! (Joh 14,6)

Das ist eine absoute Aussage, die Gott über sich selbst macht. Und wer bitte kann Gott toppen? Also die Richtigkeit eines Standpunktes ist halt doch nicht nur eine Frage der Perspektive, sondern eine Frage, ob ich für meine Meinung einen fixen Bezugspunkt habe. Gott und die Bibel sind solche Bezugspunkte für mein Leben.

Gute Nacht
Peter